
Der syrische Präsident Ahmad al-Sharaa hat unmissverständlich erklärt, dass seine Regierung alle möglichen Anstrengungen unternimmt, um das Land aus dem eskalierenden regionalen Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran herauszuhalten. Bei einer Rede in der Denkfabrik Chatham House in London betonte al-Sharaa, dass Damaskus seit Ausbruch der aktuellen Feindseligkeiten die offiziellen Verbindungen zu Teheran abgebrochen habe.
Berichten der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge räumte der syrische Staatschef die ernsten Risiken für sein Land ein, betonte jedoch, dass seine Regierung akribisch alle Handlungen vermeide, die eine der Kriegsparteien provozieren könnten. Er zeichnete ein düsteres Bild der aktuellen Lage im Nahen Osten und wies darauf hin, dass die Region derzeit eher von „Wut, emotionalen Reaktionen und unvorhersehbaren politischen Entscheidungen“ als von Weisheit angetrieben werde.
Al-Sharaa wies darauf hin, dass diese volatile Dynamik bereits mehrere zuvor neutrale Staaten, einschließlich der Golfstaaten, in den Konflikt hineingezogen habe. Um seine Bürger vor weiterer Zerstörung zu schützen, kalkuliere die syrische Regierung jedes diplomatische und sicherheitspolitische Manöver sorgfältig.
„Der Iran hat ein Problem aufgrund seiner Versuche, ballistische Raketen und eine Atombombe herzustellen, sowie wegen seiner Versuche, andere Länder zu beeinflussen“, erklärte al-Sharaa. „Wir empfehlen Verhandlungen anstelle von militärischer Gewalt, da dies zu noch größeren Gefahren führen wird.“
Er bekräftigte sein Bekenntnis zur Neutralität und fügte hinzu: „Wenn Syrien nicht zu einem direkten Ziel für eine der Seiten wird, wird es sich aus jedem Konflikt heraushalten. Wir haben genug von Kriegen. Wir haben einen hohen Preis gezahlt. Wir sind nicht bereit für eine weitere Kriegserfahrung. Niemand ist bereit, sich dem Krieg anzuschließen, und wir werden uns nicht daran beteiligen, es sei denn, wir sind mit Aggressionen konfrontiert und es lässt sich keine diplomatische Lösung finden.“
Der verheerende Konflikt geht auf den 28. Februar 2026 zurück, als die Vereinigten Staaten und Israel eine gemeinsame Militärkampagne gegen den Iran starteten. Die intensiven Kampfhandlungen haben bereits mindestens 1.340 Menschen das Leben gekostet, darunter vor allem dem Obersten Führer des Iran, Ali Chamenei.
Als Vergeltung hat Teheran massive Drohnen- und Raketenangriffe auf Israel, Jordanien, den Irak und Golfstaaten gestartet, in denen amerikanische Militärbasen stationiert sind. Diese Vergeltungsschläge haben der kritischen Infrastruktur schweren Schaden zugefügt, zu zahlreichen zivilen Opfern geführt und erhebliche Störungen in der Weltwirtschaft sowie im internationalen Luftverkehrsnetz ausgelöst.
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