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Huthi-Miliz greift Israel an: Nahost-Konflikt weitet sich auf die gesamte Region aus

📅 Mar 29, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

In einer erheblichen Ausweitung der Feindseligkeiten im Nahen Osten hat die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen die Verantwortung für einen Angriff mit ballistischen Raketen auf den Süden Israels übernommen. Dieser Vorfall ereignet sich vier Wochen nach Beginn der US-israelischen Militäroperationen gegen den Iran und markiert eine gefährliche Eskalation des regionalen Konflikts.

Rakete über Israel abgefangen

Die militante Gruppierung verkündete über die Social-Media-Plattform X und weitere Kanäle, sie habe israelische Militäreinrichtungen ins Visier genommen und kündigte weitere Schläge an. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) bestätigten die Erfassung eines aus dem Jemen abgefeuerten Projektils. Israelischen Medienberichten zufolge konnte das Luftabwehrsystem die Rakete erfolgreich abfangen; die Kondensstreifen waren über Hebron im besetzten Westjordanland sichtbar. Es wurden weder zivile Opfer noch infrastrukturelle Schäden gemeldet.

Dieser Angriff beendet eine Phase relativer Zurückhaltung der Huthis. Nach dem Ausbruch des Gaza-Krieges am 7. Oktober 2023 hatte die Gruppe regelmäßig Israel sowie die Handelsschifffahrt im Roten Meer und im Golf von Aden attackiert. Seit Beginn einer fragilen Waffenruhe im Gazastreifen am 10. Oktober des vergangenen Jahres hatten sie jedoch keine weiteren Angriffe für sich reklamiert. Erst am Freitag hatte die Miliz offiziell ihre Absicht bekundet, in den umfassenderen Konflikt rund um den Iran einzugreifen.

Angriffe erschüttern Kuwait und den Irak

Der Raketenstart der Huthis ist Teil einer breiteren Welle der Gewalt, die derzeit die Region erfasst. Am Samstag richtete ein mutmaßlicher iranischer Drohnenangriff schwere Schäden am internationalen Flughafen von Kuwait an. Die offizielle Nachrichtenagentur des Golfstaates bestätigte unter Berufung auf die Luftfahrtbehörden, dass bei dem Angriff das Radarsystem der Anlage beschädigt wurde.

Unterdessen berichtete ein AFP-Journalist im benachbarten Irak von einer massiven Explosion in der Nähe des internationalen Flughafens von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion. In der Umgebung des Flughafens befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex, zudem dient das Areal als Stützpunkt für amerikanisches Militärpersonal.

US-Soldaten in Saudi-Arabien verwundet

Auch amerikanische Streitkräfte gerieten direkt unter Beschuss. Berichten der New York Times und des Wall Street Journal zufolge zielte ein iranischer Angriff auf den Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkt südöstlich von Riad in Saudi-Arabien. Ein US-Beamter erklärte, dass bei dem Angriff, der eine Rakete und mehrere Drohnen umfasste, mindestens 12 amerikanische Soldaten verwundet wurden, zwei davon lebensgefährlich. Zudem wurden mehrere auf der Basis stationierte Tankflugzeuge beschädigt.

Seit Beginn der US-israelischen Operationen gegen den Iran haben die Islamische Republik und ihre Verbündeten der sogenannten "Achse des Widerstands" kontinuierlich mit koordinierten Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel, verschiedene Golfstaaten und strategische US-Einrichtungen in der gesamten Region Vergeltung geübt.

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