Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich optimistisch geäußert, dass in den kommenden Wochen trilaterale Verhandlungen zwischen der Ukraine, den Vereinigten Staaten und Russland stattfinden könnten. Im Gespräch mit Journalisten skizzierte der Präsident die aktuelle diplomatische Lage und die logistischen Herausforderungen, die die Gespräche auf hoher Ebene derzeit verzögern.
Laut Selenskyj ist das Haupthindernis für das Treffen derzeit eine Meinungsverschiedenheit über den Veranstaltungsort, die durch Washingtons jüngsten geopolitischen Fokus auf den Iran noch verstärkt wird. „Jetzt liegt der Ball bei den USA und Russland“, erklärte Selenskyj. „Ich bin Amerika sehr dankbar, dass sie dieses Format fortsetzen, und so Gott will, werden wir in den kommenden Wochen diese Gelegenheit haben.“
Der Präsident enthüllte, dass die Vereinigten Staaten zunächst vorgeschlagen hatten, die Gespräche auf amerikanischem Boden auszutragen – ein Vorschlag, den Kiew sofort akzeptierte. Moskau lehnte den US-Veranstaltungsort jedoch ab und schlug vor etwa drei Wochen stattdessen die Türkei oder die Schweiz vor. Als Reaktion darauf gaben amerikanische Beamte an, dass ihr Verhandlungsteam derzeit nicht in der Lage sei, außerhalb der Vereinigten Staaten zu reisen.
Die Ukraine ihrerseits bleibt in Bezug auf den Ort äußerst flexibel. Selenskyj betonte, dass die ukrainischen Vertreter bereit seien, sich „in jedem Format, an jedem Ort, außer in Russland und Weißrussland“ zu treffen. Er bekräftigte Kiews Bereitschaft, in die USA, die Schweiz, die Türkei oder an jeden anderen Ort zu reisen, an dem ihre Partner zu einem Treffen bereit sind.
Trotz der derzeitigen logistischen Sackgasse wies Selenskyj die Vorstellung, der diplomatische Prozess sei in eine Sackgasse geraten, entschieden zurück. Er betonte, wie wichtig es sei, die diplomatischen Bemühungen voranzutreiben und gleichzeitig eine starke militärische Position aufrechtzuerhalten.
„Soll Russland doch kapitulieren, wir werden es nicht tun“, erklärte der Präsident. „Wir müssen ein trilaterales Treffen organisieren und auf der diplomatischen Ebene vorankommen. Und um am Verhandlungstisch stark zu sein, müssen wir auf dem Schlachtfeld stark sein.“
Abschließend lobte Selenskyj die jüngsten Fortschritte des ukrainischen Militärs und merkte an: „Ich bin den Streitkräften dankbar, dass wir heute viel stärker sind als im letzten halben Jahr.“
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