Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Strategie von US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung zur Beendigung des Krieges in der Ukraine geäußert. In einem kürzlich geführten Interview mit Axios warnte Selenskyj, dass Washington den Druck auf Kiew zu territorialen Zugeständnissen erhöhen könnte, insbesondere durch die Forderung nach einem Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus souveränen Gebieten, einschließlich der Region Donezk.
Der ukrainische Staatschef enthüllte, dass jüngste diplomatische Gespräche in Miami zwischen einer ukrainischen Delegation und Trumps Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ohne greifbare Ergebnisse endeten. Laut Selenskyj wird erwartet, dass die US-Regierung nach einem Abklingen des aktuellen Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran den Druck auf die Ukraine erneuern wird, Gebiete im Austausch für Frieden an Russland abzutreten.
Selenskyj drückte seine Besorgnis aus und erklärte: "Ich bin sicher, dass Präsident Trump und sein Team den Krieg beenden wollen. Meine Sorge ist, dass sie nur einen Weg sehen, dies zu tun. Sie sehen keinen anderen Weg, Putin zu stoppen, als den Abzug der ukrainischen Truppen aus unserem Gebiet. Aber warum sollten wir dafür bezahlen? Wir sind nicht die Aggressoren. Ich mache mir Sorgen, dass niemand die Gefahr einer solchen Entscheidung für unsere Sicherheit wirklich einschätzt."
Mit Blick auf die breitere geopolitische Landschaft hob Selenskyj die sich vertiefende militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran hervor. Er bekräftigte, dass Russland den Iran in seinem aktuellen Konflikt voll und ganz unterstützt, indem es Satellitenbilder von US-Militärstützpunkten bereitstellt und taktisches Fachwissen über Drohnenkriegsführung teilt.
Der diplomatische Hintergrund dieser Äußerungen geht auf den 21. März zurück, als ukrainische Unterhändler nach Miami reisten, um mit US-Vertretern mögliche Wege zur Beendigung des Krieges zu erörtern. In der Folge stellte der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhij Tychyj, am 25. März fest, dass die bilateralen Diskussionen in den USA trotz der anhaltenden Blockade des Friedensprozesses durch Russland inhaltlich substanziell blieben.
Obwohl die trilateralen Verhandlungen aufgrund des Ausbruchs der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran derzeit pausieren, ist Präsident Selenskyj der Ansicht, dass die diplomatischen Bemühungen noch nicht in einer völligen Sackgasse stecken.
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