
Die Außenminister von zehn Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga versammelten sich zu einem Notfallgipfel in Amman und warnten, dass israelische Versuche, die jahrzehntelangen Regelungen rund um das Al-Aksa-Gelände zu verändern, zu «einem religiösen Konflikt führen könnten, dessen Auswirkungen über die Region hinausgehen und den regionalen und internationalen Frieden bedrohen». Die Minister Indonesiens, Pakistans, der Türkei und Malaysias schlossen sich der Erklärung an.
Al-Aksa gilt als drittheiligste Stätte des Islam nach Mekka und Medina. Das Gelände — im Judentum als Tempelberg bekannt — ist zugleich die heiligste Stätte des Judentums. Politisch ist die Moschee ein Symbol palästinensischer Identität, und die Palästinenser beanspruchen das Umfeld als Hauptstadt eines künftigen Staates.
Nach der israelischen Besetzung Ost-Jerusalems 1967 wurde eine jahrzehntelange Regelung etabliert: Muslime beten auf dem Gelände, Nichtmuslime dürfen es besuchen, aber nicht beten. Jordanien behielt die Rolle des Hüters über den islamischen Waqf. Berichte deuten nun auf eine schrittweise Änderung hin.
Jordaniens Außenminister Safadi warnte vor «einem Religionskonflikt, der in der gesamten muslimischen Welt nachhallen würde». Israels Außenministerium wies die Vorwürfe zurück.
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