
Budapest veranstaltete am Samstag, dem 27. Juni 2026, seine erste Pride-Parade seit dem Ende der Regierung von Ex-Premierminister Viktor Orbán, der Ungarn 16 Jahre lang regiert hatte. Tausende Menschen kamen, um zu feiern, was viele Teilnehmer als historisch bedeutsamen Moment für die LGBT+-Gemeinschaft des Landes beschrieben.
Während Orbáns langer Amtszeit erließ seine Regierung zahlreiche Gesetze, die weitgehend als feindlich gegenüber LGBT+-Rechten kritisiert wurden. Die ungarische Verfassung wurde geändert, um die Ehe ausschließlich als Bund zwischen Mann und Frau zu definieren, und die Gesetzgebung verbot die Darstellung von Homosexualität in für Kinder zugänglichen Materialien. Diese Gesetze zogen scharfe Verurteilungen der Europäischen Union nach sich.
Tausende versammelten sich in der Innenstadt von Budapest. Der Marsch zog Teilnehmer aus ganz Ungarn und dem Ausland an, und Organisatoren beschrieben den Andrang als deutlich höher als in Vorjahren.
Mit Orbáns Abgang hat sich Raum für Debatten über die Rücknahme restriktiver Gesetze und eine Neuausrichtung Ungarns hin zu europäischen liberaldemokratischen Normen geöffnet.
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