Starlink antennas near Sofia targeted by arson
Welt

Bulgarien will zwei 19-jährige Deutsche wegen Starlink-Brand festnehmen lassen

1 Min. Lesezeit

Für zwei deutsche Staatsbürger sind Europäische Haftbefehle wegen der Brandstiftung an Starlink-Antennen in Bulgarien in der vergangenen Woche beantragt worden, sagte ein Gerichtssprecher in Sofia der Nachrichtenagentur dpa, wie Jewropejska Prawda am Montag, dem 19. Oktober, berichtete.

Der Sprecher sagte, Bulgariens Staatsanwaltschaft habe Haftbefehle gegen zwei 19-Jährige beantragt, die nach deutschem Datenschutzrecht nur als S. I. und T. B. bezeichnet werden. Sie sollen am 9. Oktober auf einem Gelände in Plana südlich von Sofia acht Starlink-Antennen in Brand gesetzt haben. Dem Bericht zufolge reisten sie über den Grenzübergang Kalotina aus Serbien in einem Auto mit deutschem Kennzeichen nach Bulgarien ein und verließen das Land wenige Stunden später.

Anklage und mögliches Sabotagenetzwerk

Am 14. Oktober erhob die bulgarische Staatsanwaltschaft in Abwesenheit Anklage gegen beide Verdächtigen. Ihnen drohen drei bis zwölf Jahre Haft, und zwei Verteidiger wollen die Entscheidung anfechten. Bulgarische Medien berichteten inoffiziell, die beiden Verdächtigen seien in Bulgarien festgenommen worden. Die Verdächtigen könnten zu einer größeren Sabotagegruppe gehören, die mit den in Deutschland Festgenommenen im Zusammenhang mit dem Angriff auf eine Starlink-Bodenstation in Polen in Verbindung steht.

Plamen Tontschew, Chef der bulgarischen Staatlichen Agentur für nationale Sicherheit, hält den Brand bei Sofia für Sabotage. „Ähnliche Sabotageakte in der Zukunft sind nicht auszuschließen“, warnte er im Parlament.

Frühere Vorfälle

In der vergangenen Woche meldete Bulgarien einen möglichen Brandanschlag auf 11 von 17 Starlink-Antennen bei Sofia; Ministerpräsident Rumen Radew lehnte Einzelheiten unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen ab. Am 23. September brach auf einer Starlink-Bodenstation im polnischen Dorf Wola Krobowska ein Feuer aus. Am 18. Oktober meldete Litauens Ministerpräsident Mindaugas Sinkevičius einen gescheiterten Brandstiftungsversuch bei einem litauischen Unternehmen, das Starlink-Ausrüstung lagert; darüber haben wir in Litauen nennt Brandstiftungsversuch an Starlink-Station Sabotage berichtet.

Diskussion 0

Wir setzen ein eigenes Cookie — eine Zufallszahl: Es zählt Leser und merkt sich, woher Sie zuerst kamen. Gespeichert für 13 Monate. Mehr