Das chinesische Aussenministerium verurteilte am Donnerstag offiziell die Verstaatlichung von British Steel durch Grossbritannien, nannte den Schritt willkuerlich und diskriminierend und warnte vor Schaeden fuer die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.
Die britische Regierung uebernahm British Steel Anfang des Jahres in oeffentliches Eigentum, nachdem der chinesische Eigentuemer Jingye Group erklaert hatte, die Unternehmensoperationen nicht mehr finanzieren zu koennen. Jingye hatte British Steel 2020 erworben und dabei Tausende Arbeitsplaetze in Scunthorpe gerettet, schaffte es aber aufgrund hoher Energiekosten und schwacher Stahlpreise nicht, das Unternehmen profitabel zu machen.
Peking warf London vor, chinesische Investoren anders zu behandeln als andere auslaendische Investoren. Ein Sprecher erklaerte, China lehne die Massnahme entschieden ab und behalte sich Gegenmassnahmen vor. Chinesische Beamte verknuepften den Schritt mit systemischen Hemmnissen fuer chinesische Investitionen in westlichen Laendern.
Britische Regierungsbeamte wiesen die Charakterisierung zurueck und betonten, die Verstaatlichung sei ein letztes Mittel zum Schutz von Arbeitsplaetzen und industrieller Kapazitaet gewesen. Die Episode verdeutlicht die anhaltenden Spannungen in den britisch-chinesischen Beziehungen.
Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Datenschutzrichtlinie