
Das US-Militär griff am Freitag sechs Brücken und wichtige Infrastruktur in der iranischen Provinz Hormozgan an und eskalierte damit einen Konflikt, der nun in seinem sechsten Tag um die Kontrolle über die Straße von Hormus andauert. Iranische Staatsmedien berichteten von mindestens sieben Toten und mehr als 20 Verletzten; die Gesamtzahl der Opfer in dieser Woche beläuft sich auf 38 Tote und über 400 Verletzte.
Das US-Militär erklärte, die Angriffe hätten sich gegen iranische Luftabwehrsysteme und militärische Logistikinfrastruktur gerichtet, um Teheran unter Druck zu setzen. Die Nachtoperation zerstörte zudem einen Meeresüberwachungsturm im iranischen Hafen Chabahar am Golf von Oman — eine Einrichtung der Iranischen Revolutionsgarde zur Kontrolle des Schiffsverkehrs.
Rechtswissenschaftler haben gewarnt, dass Angriffe auf Infrastruktur mit breiter ziviler Nutzung unter bestimmten Umständen als Kriegsverbrechen eingestuft werden könnten.
Iran antwortete umgehend mit Raketen und Drohnen gegen Golfstaaten, in denen US-Militärstützpunkte beheimatet sind. Die Revolutionsgarde erklärte, Kuwait, Bahrain und Oman angegriffen zu haben. Jordanien meldete ebenfalls Abfangungen iranischer Raketen.
Luftverteidigungssysteme in Kuwait, Bahrain und Katar meldeten am Freitagmorgen aktive Abfangmanöver feindlicher Projektile.
Washington hatte zu Beginn der Woche eine Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, wieder eingesetzt. Die Ölpreise stiegen diese Woche um 10 Prozent. Iran hält die Straße von Hormus seit dem Beginn der Militärkampagne am 28. Februar geschlossen.
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