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Absturz eines kolumbianischen Militärflugzeugs fordert 66 Menschenleben

📅 Mar 30, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Eine schwere Flugkatastrophe hat den Süden Kolumbiens erschüttert: Ein militärisches Transportflugzeug vom Typ Lockheed Martin C-130 Hercules ist wenige Minuten nach dem Start abgestürzt. Bei dem Unglück kamen 66 Menschen ums Leben. Offiziellen Angaben zufolge haben 57 Insassen den Absturz überlebt, während mehrere Militärangehörige noch immer vermisst werden.

Die Maschine, die mit 128 Personen – darunter elf Besatzungsmitglieder – besetzt war, stürzte in ein dichtes Waldgebiet bei Puerto Leguízamo nahe der Grenze zu Peru und Ecuador. Der Oberbefehlshaber der kolumbianischen Streitkräfte, Hugo Alejandro López Barreto, bestätigte die hohe Zahl an Todesopfern. Er erklärte, dass es sich bei den Verunglückten überwiegend um Soldaten sowie um sechs Luftwaffenangehörige und zwei Polizisten handele.

Explosion in der Luft und ausgebranntes Wrack

Obwohl die Grenzregion immer wieder Schauplatz von bewaffneten Konflikten zwischen staatlichen Sicherheitskräften, Drogenkartellen und Milizen ist, gehen die Behörden derzeit nicht von einem Fremdverschulden aus. „Derzeit haben wir keine Informationen oder Indizien, dass es sich um einen Anschlag einer illegalen bewaffneten Gruppe gehandelt haben könnte“, betonte López Barreto und sprach von einem tragischen Unfall.

Berichte von Augenzeugen und Rettungskräften zeichnen jedoch ein dramatisches Bild. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr befand sich Sprengstoff an Bord der Maschine. Der Landwirt Noé Mota, ein Anwohner, schilderte die Sekunden vor dem Absturz: „Ich spürte eine Explosion in der Luft, und als ich hinschaute, flog das Flugzeug schon dicht an meinem Haus vorbei.“ Das Wrack brannte nach dem Aufprall im Waldgebiet fast vollständig aus.

Präsident Petro fordert rasche Modernisierung

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro äußerte sich auf der Plattform X bestürzt über die Tragödie. Er bezeichnete den Absturz als einen „schrecklichen Unfall, der nicht hätte passieren dürfen“. Zugleich übte der Staatschef scharfe Kritik an den bürokratischen Hürden, die eine dringend notwendige Modernisierung der Streitkräfte behindern würden. „Es geht um das Leben unserer jungen Leute“, mahnte Petro eindringlich.

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