Gehörloser Frau wird Covid-Impfung statt Grippe-Impfung verabreicht – Gebärdensprachdolmetscher fehlte
📅 Aug 19, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare
Einer gehörlosen Frau, die in offiziellen Dokumenten nur als Samantha bezeichnet wird, wurde eine Covid-19-Impfung statt der beantragten Grippeimpfung verabreicht, weil bei ihrem Termin kein Gebärdensprachdolmetscher (British Sign Language, BSL) anwesend war. Der Parlamentarische und Gesundheits-Ombudsmann (PHSO) hat einen Bericht zu dem Vorfall veröffentlicht, der sich während des NHS-Winterimpfprogramms ereignete. Laut dem Bericht war Samantha nicht in der Lage, ihren Wunsch klar zu kommunizieren, und das Personal konnte ihre Bedürfnisse ohne Dolmetscher nicht verstehen, was zur Verabreichung des falschen Impfstoffs führte. Der PHSO stellte fest, dass dieser Fehler einen erheblichen Verstoß gegen die Pflicht darstellt, angemessene Anpassungen für Patienten mit Behinderungen gemäß dem Gleichstellungsgesetz vorzunehmen. Die betroffene Gesundheitsbehörde hat sich inzwischen entschuldigt und sich bereit erklärt, ihre Zugänglichkeitsrichtlinien für gehörlose und schwerhörige Patienten zu überprüfen. Behindertenrechtsaktivisten erklärten, der Fall zeige ein systemisches Versagen bei der Sicherstellung von Kommunikationsunterstützung bei Arztterminen auf und verwiesen darauf, dass ähnliche Beschwerden über mehrere Jahre hinweg wiederholt geäußert worden seien.