Mehr als die Hälfte Englands und ganz Wales wurden diese Woche zur Dürreregion erklärt — bereits das dritte derartige Ereignis innerhalb von fünf Jahren. Die Umweltbehörde gab die Warnung ab, obwohl die Reservoirs nahezu saisonale Normalstände aufweisen und der Winter überdurchschnittliche Niederschläge brachte.
Der scheinbare Widerspruch liegt in der Wasserverteilung: Oberflächenreservoirs mögen gefüllt sein, doch Flüsse und Grundwasservorräte haben stark unter dem plötzlichen Rückgang der Sommerniederschläge gelitten. Südostengland ist besonders auf Grundwasser in Kreideschichten angewiesen — und diese Spiegel sind stark gefallen. Rund 20 Millionen Menschen unterliegen bereits temporären Wassernutzungsverboten.
Drei Dürren in fünf Jahren werfen dringende Fragen auf, ob Großbritanniens Wasserinfrastruktur für ein sich erwärmendes Klima gerüstet ist. Wissenschaftler warnen, dass häufigere und intensivere Trockenperioden direkte Folgen des Klimawandels sind.
Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Datenschutzrichtlinie