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Mitglieder eritreischer Terrorgruppe in Deutschland gefasst

📅 Sep 15, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Die Bundesanwaltschaft hat zwei mutmaßliche Führungsmitglieder einer eritreischen Terrorvereinigung in Deutschland festnehmen lassen. Den Männern wird Mitgliedschaft in der inländischen terroristischen Vereinigung Brigade N'Hamedu vorgeworfen. Einer der Verdächtigen wurde nahe Saarbrücken, der andere in Stuttgart gefasst. Ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe muss nun über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden.

Sturz des eritreischen Regimes als Ziel

Das erklärte Ziel der Brigade N'Hamedu ist laut Generalbundesanwalt der Sturz der eritreischen Regierung. In Deutschland verfolgte die Gruppe dieses Ziel durch Gewalt bei Veranstaltungen von Anhängern des eritreischen Regimes. Gewalt gegen Polizeibeamte galt dabei als legitimes Mittel. Im März 2025 hatte die Bundesanwaltschaft 19 Objekte in sechs Bundesländern und Dänemark durchsuchen lassen — mit 200 BKA-Beamten, aber ohne Festnahmen.

Hintergrund: Eritrea-Festivals in Gießen und Stuttgart

Die Ermittlungen gehen auf gewaltsame Ausschreitungen bei Eritrea-Festivals in Gießen 2022 und 2023 sowie ein Seminar in Stuttgart im September 2023 zurück. Die festgenommenen Männer — ein eritreischer und ein deutscher Staatsangehöriger — sollen als Generalsekretär bzw. erster Vorsitzender der Brigade tätig gewesen sein. Eritrea unter Präsident Isaias Afwerki gilt als autoritärer Staat mit systematischen Menschenrechtsverletzungen.

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