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EU plant Affordable Housing Act gegen Airbnb-Kurzzeitvermietungen in Europa

📅 Sep 5, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

EU-Kommissionsvizepräsidentin Teresa Ribera will am kommenden Mittwoch einen Affordable Housing Act vorstellen, der die europäischen Regeln für Kurzzeitvermieter wie Airbnb harmonisieren soll. Der Vorstoß kommt, nachdem Paris, Barcelona und Venedig bereits eigenständig gegen Ferienwohnungen vorgegangen sind und der europäische Diakonieverband Eurodiaconia Mitte August Alarm wegen der Wohnungskrise in Europa schlug.

Von einem Zimmer zu ganzen Gebäuden

Airbnbs ursprüngliches Modell war einfach: Mieter oder Eigentümer vermieteten ein oder zwei Zimmer zur Aufbesserung des Einkommens. Das Modell weitete sich schnell aus: Wohnungseigentümer stellten ganze Immobilien ins Netz, da sich damit mehr Geld verdienen lässt als mit Dauervermietung. Folge: knapperes Angebot auf den Wohnungsmärkten in Touristenhochburgen wie Prag, Florenz oder Berlin. Ein extremes Beispiel: Ein Hochhaus in Miami mit 643 Wohnungen hat rund 85 Prozent der Einheiten bei Investoren, die sie über Airbnb vermieten. Die Stadt ordnete Ende August die sofortige Einstellung illegaler Ferienvermietungen an.

Was der EU-Entwurf vorsieht

Der Entwurf legt fest, wann ein angespannter Wohnungsmarkt Einschränkungen rechtfertigt, unter anderem anhand des Verhältnisses von Immobilienpreisen zum Einkommen. Als mögliche Maßnahmen schlägt die Kommission Obergrenzen für Vermietungen oder Bestandsschutzregelungen vor. Der Lobbyverband CCIA warnte vor unverhältnismäßigen Einschränkungen. Das Gesetz muss noch von den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament verabschiedet werden.

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