Die Europäische Union hat eine Desinformationskampagne russischer Staatsmedien offiziell zurückgewiesen, die behaupteten, die Ukraine bereite eine Massenmobilisierung von Frauen in ihre Streitkräfte vor. EU-Vertreter bezeichneten die Berichte als gezielte Kreml-Erfindung, die Zwietracht in der ukrainischen Gesellschaft säen und die westliche Unterstützung für Kiew untergraben soll.
Die Falschmeldung tauchte zunächst in russischen Telegram-Kanälen und im Staatsfernsehen auf, bevor sie sich in sozialen Netzwerken in ganz Europa verbreitete. Sie behauptete, die ukrainische Regierung habe ein Gesetz verabschiedet, das Frauen zwischen 18 und 55 Jahren zur Ableistung von Militärdienst verpflichte.
EU-Sprecher betonten, dass die tatsächliche ukrainische Mobilisierungspolitik auf männliche Wehrpflichtige innerhalb gesetzlicher Altersgrenzen abzielt, während Frauen den freiwilligen Dienst nutzen können. Kein entsprechender Gesetzentwurf wurde in die Werchowna Rada eingebracht.
Der Europäische Auswärtige Dienst stufte die Kampagne als Teil eines breiteren Musters russischer Informationskriegsführung ein. Die EUvsDisinfo-Plattform veröffentlichte eine offizielle Richtigstellung.
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