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Gericht verurteilt rechtsextreme Terrorgruppe Letzte Verteidigungswelle

📅 Aug 5, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Das Oberlandesgericht Hamburg hat am Mittwoch sieben Mitglieder und einen Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe «Letzte Verteidigungswelle» verurteilt. Die Gruppe wollte durch Angriffe auf Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des deutschen politischen Systems herbeiführen.

Verurteilungen nach Jugendstrafrecht

Da die meisten Angeklagten zur Tatzeit minderjährig waren, wandte das Gericht das Jugendstrafrecht an. Die Strafen liegen zwischen eineinhalb und fünf Jahren Haft. Die anderthalbjährige Strafe für den jüngsten Angeklagten wurde zur Bewährung ausgesetzt.

  • 7 Mitglieder und 1 Unterstützer verurteilt
  • Strafen: 1,5 Jahre (Bewährung) bis 5 Jahre nach Jugendstrafrecht
  • Verhandlung überwiegend unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Brandanschlag in Altdöbern und verhinderte Attacken

Im Oktober 2024 verübte die Gruppe einen Brandanschlag auf das Kulturhaus in Altdöbern, Brandenburg, das sie irrtümlich für einen Linken-Treffpunkt hielt. Das Gebäude brannte vollständig nieder. Bürgermeister Peter Winzer nannte es «eine absolute Katastrophe». Zwei weitere geplante Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Senftenberg und Schmölln wurden verhindert.

Undercover-Journalistin deckte die Gruppe auf

Die Gruppe wurde durch eine Journalistin von Stern und RTL enttarnt, die sich verdeckt eingeschleust hatte. Nach Kenntnis des Senftenberg-Plans alarmierte sie die Polizei, was im Februar 2025 zur ersten Festnahme führte.

«Wir stellen teils überraschende Kontinuitäten fest — einige junge Täter haben familiäre Bezüge zu rechtsextremen Netzwerken aus den Neunzigern.» — Jan Redmann, Brandenburger Innenminister

Quelle: DW
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