Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bundeslagebilder des Bundeskriminalamts (BKA) zur Organisierten Kriminalität und zur Rauschgiftkriminalität für 2025 vorgestellt und vor einer sich zuspitzenden Lage gewarnt.
Dobrindt beschrieb einen beispiellosen Anstieg des Kokainschmuggels und sprach von einer "Kokain-Flut". Im Jahr 2025 wurden rund 10 Tonnen Kokain in Deutschland sichergestellt, etwa zwei Drittel davon in deutschen Häfen. Die Zahl der Drogentoten stieg auf 2.150 — 13 mehr als 2024 — und markierte damit einen neuen Höchstwert.
Besonders besorgniserregend sei laut Minister, dass Kinder zunehmend von kriminellen Netzwerken als Tatbeteiligte missbraucht werden.
BKA-Präsident Holger Münch erläuterte die finanzielle Dimension der Organisierten Kriminalität. 2025 wurden 195 Geldwäschefälle mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,4 Milliarden Euro ermittelt. Tatgewinne fließen häufig in den Immobilienkauf, um ihre Herkunft zu verschleiern. Der Drogenhandel bleibt laut BKA das lukrativste illegale Geschäftsfeld international vernetzter krimineller Organisationen.
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