Ein Hongkonger Gericht hat mehrere Demokratieaktivisten zu Gefangnisstrafen verurteilt, die jahrliche Kerzenwachen am 4. Juni zum Gedenken an das Tiananmen-Massaker von 1989 organisierten.
Die Angeklagten, Mitglieder der inzwischen aufgelosten Hong Kong Alliance in Support of Patriotic Democratic Movements of China, wurden wegen Anstiftung zur Subversion und Weigerung, Informationen gemas dem Sicherheitsgesetz herauszugeben, verurteilt.
Die Mahnwachen, die einst Zehntausende in den Victoria Park lockten, wurden 2020 unter dem Deckmantel von COVID-Beschrankungen verboten und seitdem nicht mehr genehmigt. Die Strafverfolgung beendet de facto jedes offentliche Gedenken an Tiananmen in Hongkong.
Menschenrechtsorganisationen und westliche Regierungen verurteilten die Urteile und bezeichneten sie als Teil eines systematischen Vorgehens, die Erinnerung an den 4. Juni aus dem offentlichen Leben Hongkongs zu tilgen.
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