
Die jemenitische Houthi-Bewegung hat Angriffe auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer gemeldet und damit eine bereits angespannte Lage in einem der wichtigsten Energiekorridore der Welt weiter eskaliert. Die Angriffe erfolgten am Mittwoch, als Houthi-Militärsprecher Yahya Saree ankündigte, die Schiffe ENCELA und LAYLIA seien für die Verletzung der kürzlich gegen Saudi-Arabien verhängten Seeblockade angegriffen worden.
Saree erklärte, der Angriff sei mit «einer Reihe von ballistischen und Marschflugkörpern sowie Drohnen» durchgeführt worden, was Brände auf den Tankern auslöste. Das britische UKMTO bestätigte, einen Bericht über den Beschuss eines Tankers erhalten zu haben.
Die beiden Schiffe hatten gerade saudisches Rohöl im Hafen von Yanbu geladen und waren auf dem Weg nach Asien. Nach der Houthi-Bedrohung kehrten die Tanker um und fuhren durch den Suezkanal zurück, anstatt weiter Richtung Süden durch die Straße von Bab el-Mandeb zu navigieren.
Die Houthis verhängten am 20. Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien. Da die Straße von Hormus seit dem US-israelischen Krieg gegen Iran faktisch gesperrt ist, leitete Saudi-Arabien Öllieferungen über das Rote Meer um. Eine Houthi-Blockade dort könnte etwa 25 Prozent der weltweiten Öl- und Gasversorgung bedrohen.
Rohöl der Sorte Brent ist auf über 91 Dollar pro Barrel geklettert, und die US-Benzinpreise übersteigen wieder 4 Dollar pro Gallone. Analysten warnen, eine gleichzeitige Blockade beider Meerengen könnte einen der gravierendsten Ölversorgungsschocks der modernen Geschichte auslösen.
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