Die neue ungarische Regierung unter Premierminister Peter Magyar und seiner Tisza-Partei hat eine spezielle Behörde zur Vermögensrückgewinnung ins Leben gerufen. Sie soll Vermögen zurückholen, das unter Viktor Orbán mutmaßlich an Parteifreunde, Oligarchen und Familienangehörige geflossen ist.
Im Wahlkampf sprach Magyar von rund 60 Milliarden Euro unrechtmäßig übertragener Gelder. Jüngere Schätzungen legen nahe, dass der tatsächliche Betrag bis zu dreimal so hoch sein könnte. Die neue Behörde ist eine direkte Antwort auf den gesellschaftlichen Zorn: Während das Orbán-Umfeld Luxusjachten und profitable Staatsaufträge genoss, verarmten viele Ungarn.
Beobachter warnen, dass der Erfolg oder Misserfolg der Behörde Magyars politische Zukunft entscheidend prägen wird. Die Regierung muss ein Haushaltsdefizit von 7,5 Prozent des BIP bewältigen und jahrzehntelange Patronagenetzwerke der Fidesz-Ära auflösen.
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