
Zwei iranische Fußballerinnen, die während des Asien-Cups in Australien Asyl beantragt hatten, haben offiziell die australische Staatsbürgerschaft erhalten. Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh erhielten ihre Urkunden bei einer feierlichen Zeremonie in Brisbane aus den Händen von Innenminister Tony Burke.
Die beiden Spielerinnen hatten vor dem Auftaktspiel ihrer Mannschaft in Australien die iranische Nationalhymne nicht mitgesungen – ein Zeichen des Widerstands gegen die Teheraner Führung. Iranische Staatsmedien bezeichneten sie als 'Verräterinnen'. Sieben Teammitglieder hatten ursprünglich Asyl beantragt, fünf zogen ihre Anträge jedoch zurück und kehrten in den Iran zurück, offenbar wegen Druck auf ihre Familien. Ihr Schicksal ist weiterhin unbekannt.
Die 34-jährige Ramezanisadeh bezeichnete die Zeremonie als einen der glücklichsten Tage ihres Lebens: 'Nach allem, was wir durchgemacht haben, bedeutet dieser Moment mehr, als Worte ausdrücken können.' Ihre 22-jährige Teamkollegin Pasandideh nannte die Staatsbürgerschaft 'nicht nur eine Urkunde – es ist ein Neuanfang und ein Ort, den ich mit Stolz mein Zuhause nennen darf.' Beide waren zuvor beim Training des Klubs Brisbane Roar fotografiert worden.
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