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Jamaika will König Charles III. in Sklaverei-Reparationsfrage petitionieren

📅 Sep 6, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Jamaika will König Charles III. in der Frage der Reparationen für den transatlantischen Sklavenhandel petitionieren. Kulturministerin Olivia Grange wird die Delegation beim Judicial Committee des Privy Council — der höchsten Berufungsinstanz für Jamaika — anführen, um drei förmliche Rechtsfragen zu stellen.

Die Fragen lauten: Ob die Sklaverei nach englischem Recht zu ihrer Zeit rechtmäßig war; ob sie gegen internationales Recht verstieß; und ob Großbritannien eine rechtliche Pflicht zur Wiedergutmachung hat. Die Petition fordert keine direkten Zahlungen, sondern bittet die Richter, diese Fragen zu beantworten.

Die jamaikanische Regierung teilte mit, dass der Buckingham Palace mit dem Generalgouverneur in der Sache zusammenarbeitet. 1833 zahlte Großbritannien den Sklavenhaltern nach der Abschaffung der Sklaverei eine Entschädigung von 20 Millionen Pfund — den Versklavten jedoch nichts. Die Kredite zur Finanzierung dieser Zahlung wurden von britischen Steuerzahlern erst 2015 vollständig zurückgezahlt.

Die jamaikanische Delegation führt auch Gespräche mit dem British Museum über die Rückgabe jamaikanischer Kulturgüter, die in London aufbewahrt werden.

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