Eine Grand Jury in Los Angeles hat eine neue Anklageschrift gegen Nick Reiner, 32, zurückgegeben. Ihm wird vorgeworfen, seinen Eltern — dem renommierten Hollywood-Regisseur Rob Reiner und der Fotografin Michele Singer Reiner — durch Lauern aufgelauert und sie ermordet zu haben. Dieses Erschwerungsmerkmal macht ihn nach kalifornischem Recht theoretisch zum Kandidaten für die Todesstrafe.
Die am 20. Juli ergangene und am Mittwoch veröffentlichte Anklageschrift enthält zwei Anklagepunkte wegen Mordes ersten Grades mit erschwerenden Umständen sowie den Vorwurf, Reiner habe ein Messer eingesetzt. Reiner bekannte sich nicht schuldig; der nächste Gerichtstermin ist für den 15. September angesetzt.
Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman erklärte: „Wir hoffen, dass die Grand-Jury-Anklage uns einen Schritt näher an den Prozess und die Gerechtigkeit bringt." Ob die Todesstrafe angestrebt wird — sie ist in Kalifornien formell möglich, aber derzeit ausgesetzt — ließ die Anklagebehörde offen.
Rob Reiner, 78 — bekannt für Filme wie „This Is Spinal Tap", „Misery" und „Eine Frage der Ehre" — und seine Ehefrau Michele Singer Reiner, 70, wurden am 14. Dezember tot in ihrem Haus im wohlhabenden Brentwood-Viertel von Los Angeles aufgefunden. Die Leichen entdeckte ihre Tochter. Der Gerichtsmediziner stellte fest, dass beide an multiplen Stichverletzungen starben. Nick Reiner wurde noch am selben Tag verhaftet.
Der älteste Sohn Jake Reiner schrieb im April auf Substack: „Nichts ist vergleichbar damit, beide gleichzeitig zu verlieren und dann noch zu wissen, dass dein Bruder im Mittelpunkt steht." Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die mutmaßliche Tat als „einen tiefen Verrat durch jemanden, der von den Menschen geliebt und dem sie vertrauten, die er getötet haben soll."
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