
Papst Leo XIV. appellierte am Donnerstag bei einem historischen Besuch auf den Kanarischen Inseln eindringlich fur eine humanere Behandlung von Migranten und Fluchtlingen. Die Inseln sind Europas wichtigster Einstiegspunkt fur Menschen, die von der afrikanischen Atlantikkuste ubersetzen.
Am Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria, dem sogenannten "Kai der Schande", sprach Leo XIV. vor tausenden Zuschauern und rund 1.000 Fluchtlingen und Migranten.
"Menschliche Wurde hat keinen Reisepass und verliert ihren Wert nicht beim Uberschreiten einer Grenze", erklarte der Papst. "Wir konnen uns nicht daran gewohnen, die Toten zu zahlen. Moge die Geschichte uns nicht vorwerfen, das Leid der Leidenden zu einem vertrauten Anblick an unseren Kusten gemacht zu haben."
Als erster amerikanischer Papst bezeichnete Leo XIV. seinen Besuch als "Aufruf an das Gewissen" der Weltfuhrer. Er verurteilte Menschenschmuggler und warf symbolisch einen Blumenstrauss ins Meer. Nach Angaben der NGO Caminando Fronteras starben 2025 mindestens 3.090 Menschen beim Versuch, die Kanarischen Inseln zu erreichen.
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