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Vier unschätzbare Renaissance-Gemälde aus sizilianischem Museum gestohlen

📅 Aug 16, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Aus dem Regionalen Interdisziplinären Museum von Messina auf Sizilien wurden vier Renaissance-Gemälde von außerordentlichem Wert gestohlen – das bestätigte der italienische Kulturminister am Sonntag. Zu den fehlenden Werken zählen drei Tafeln des Polyptychon von San Gregorio sowie ein doppelseitiges Tafelbild mit der Madonna mit Kind und Christus im Grab, alle dem sizilianischen Meister des 15. Jahrhunderts Antonello da Messina zugeschrieben.

Professionelle Tat

Der Diebstahl ereignete sich am Samstagabend gegen 21:50 Uhr Ortszeit. Die Polizei ermittelt, wie die Täter eindringen konnten, ohne die Alarmanlage auszulösen. Die frühe Arbeitstheorie lautet: Auftragsdiebstahl durch Schwarzmarkt-Kunsthändler. Die Madonna-Tafel wurde direkt aus einer gesicherten Vitrine entfernt. Alle gestohlenen Werke befinden sich auf Holztafeln, was den Transport erschwert.

Museumsdirektorin Marisa Mercurio nannte den Verlust verheerend. Kulturminister Alessandro Giuli bestätigte die Tat und leitete eine Untersuchung ein.

Über die gestohlenen Werke

Antonello da Messina wurde Anfang des 15. Jahrhunderts auf Sizilien geboren und gilt als Wegbereiter der Ölmalerei in der italienischen Kunst. Sein San Gregorio-Polyptychon von 1473 zeigt die Jungfrau Maria flankiert von den Heiligen Gregor und Benedikt sowie Engeln. Von der ursprünglichen Komposition sind nur fünf Tafeln erhalten – drei davon sind nun verschwunden. Der Diebstahl reiht sich in eine Serie kühner europäischer Museumseinbrüche ein.

Quelle: BBC News
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