
Der ukrainische Staatsbahn-Betreiber Ukrzaliznytsia erklärte am Sonntag, ein russischer Drohnenangriff auf eine Lokomotive nahe der ukrainisch-polnischen Grenze habe möglicherweise auf einen Diplomatenzug mit dem ehemaligen britischen Premier Boris Johnson und Sicherheitsberatern aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Italien gezielt.
Die Drohne traf eine Lokomotive auf der Linie Kiew–Warschau nahe dem Grenzübergang Yahodyn in den frühen Morgenstunden des 13. September. Die Zentrale Überwachungsgruppe erkannte die anfliegende Drohne und gab 15 Minuten vor dem Einschlag den Evakuierungsbefehl; niemand wurde verletzt.
Der Diplomatenzug hatte Yahodyn früher als geplant verlassen, da Fahrpläne laufend wegen Angriffsgefahr angepasst werden. An Bord befanden sich Johnson, europäische Sicherheitsberater, Günter Sautter als enger Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz sowie der ehemalige schwedische Premier Carl Bildt.
Die Passagiere wurden zur Evakuierung aufgefordert, der Alarm aber kurz darauf aufgehoben. Bundestagsabgeordneter Robin Wagener nannte die Angriffe «blinden Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung und eine gefährliche Eskalation von Putins Krieg».
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