Die drei Kandidaten fuer den Vorsitz der schottischen Labour-Partei stellten ihre Konzepte bei der ersten Kandidatendebatte des Fuehrungswettbewerbs am Mittwochabend in Glasgow vor. Monica Lennon, Joe Fagan und Michael Marra versprachen jeweils, die Partei nach der schlechtesten Holyrood-Wahlergebnis seit der Devolution zu veraendern, wiederaufzubauen und zu einigen. Labour hatte den zweiten Platz geteilt mit der Reform-Partei, jede mit nur 17 Sitzen.
Der Fuehrungswettbewerb wurde durch Anas Sarwars Entscheidung ausgeloest, als schottischer Labour-Vorsitzender und Abgeordneter zurueckzutreten, um in Andy Burnhams Regierung einzutreten. Sarwar hatte zunaechst versprochen, nach der Wahlniederlage im Mai zu bleiben, kundigte seinen Ruecktritt aber zwei Monate spaeter an. Die Nominierungsfrist endet am 17. August, die Abstimmung findet zwischen dem 28. August und dem 17. September statt, und der neue Vorsitzende soll am 19. September bekanntgegeben werden.
Glasgow-Abgeordnete Monica Lennon sagte dem Publikum, dass die schottischen Labour in ihrer schlimmsten Krise stecke. Sie warnte vor Fraktionskampfen, schmutzigen Tricks und Verleumdungen und sagte, sie lasse sich nicht von denen einschuechtern, die Parteikontrolle uber Prinzipien stellen.
Nordost-Abgeordneter Michael Marra warnte, dass jene, die glauben, Stimmen ohne grundlegende Veraenderung gewinnen zu koennen, gefaehrlich irren. Er rief zum Ende negativer Indiskretionen auf und sagte, die Probleme der Partei seien viel tiefer als Organisationsstrukturen.
Suedschottland-Abgeordneter Joe Fagan rief die Partei auf, sich nicht nur an der Spitze zu verandern, sondern klar auf der Seite der Arbeitnehmer zu stehen. Er erklarte, Labour muesse Mut, Kuehnheit und Vorstellungskraft wiederentdecken, und nannte Vorsicht und Spaltung todliche Feinde der Partei.
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