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Verirrte SpaceX-Raketenstufe kracht in die Nähe des Einsteinkraters auf dem Mond

📅 Aug 5, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Am Mittwochmorgen prallte eine verbrauchte Oberstufe einer Falcon-9-Rakete von SpaceX mit etwa 8.700 km/h nahe dem berühmten Einsteinkrater auf die Mondoberfläche. Aus dem Unfall wird ein unerwartetes Geschenk für die Planetenforschung.

Wie die Raketenstufe auf Kollisionskurs geriet

Der Raketenblock — ungefähr so groß wie ein fünfstöckiges Gebäude, mindestens 4.000 kg schwer — wurde im Januar letzten Jahres in Florida gestartet und brachte zwei Mondlander auf ihre Transferbahn. Danach driftete die Stufe in einer langgezogenen Umlaufbahn. Über 18 Monate hinweg versetzten geringe Gravitationsstörungen von Erde, Mond und Sonne sowie der Strahlungsdruck des Sonnenlichts sie auf Kollisionskurs.

Ein kontrolliertes Experiment aus Versehen

Der Einschlag ereignete sich um etwa 06:35 UTC. Da Forscher Größe, Masse, Geschwindigkeit und Aufprallpunkt der Stufe genau kennen, wird aus dem Unfall ein seltenes kontrolliertes Experiment — ein Glücksfall für die Planetenwissenschaft.

  • Wissenschaftler können Modelle zur Kraterbildung und Trümmerverteilung prüfen
  • Ausgeworfenes Material gibt neue Einblicke in die Mondgeologie
  • Daten helfen, sicherere Mondlander und Mondbasen zu konzipieren
  • Südkoreas Danuri-Orbiter war nahe der Einschlagsstelle; Auswertung läuft
  • Nasa's Lunar Reconnaissance Orbiter wird in Kürze Vorher-Nachher-Bilder liefern

Nicht der erste künstliche Mondeinschlag

Sowjetische Sonde Luna 2 (1959), NASA-Ranger-Sonden der 1960er, Apollo-Raketenstufen, die LCROSS-Mission (2009) und ein chinesischer Raketenbooster aus 2014 (Einschlag 2022) gingen voraus — ein Beleg, dass Weltraumschrott sich unaufhörlich ansammelt.

Quelle: BBC News
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