Syriens Übergangspärsident Ahmed al-Scharaa reagierte auf die Ankündigung Washingtons mit einer Rede in Damaskus und erklärte, sein Land streife damit einen dunklen Schandfleck ab und reiße ein schmerzhaftes Kapitel seiner Vergangenheit heraus. Er dankte US-Präsident Donald Trump und allen freundlichen und unterstützenden Staaten.
Die USA hatten Syrien 1979 erstmals auf die Liste der staatlichen Terrorunterstützer gesetzt, was Jahrzehnte lang Banken und Investoren abschreckte. Zwar hatten die USA im Juli 2025 bereits umfassende Sanktionen gegen Syrien aufgehoben, nachdem Machthaber Baschar al-Assad Ende 2024 gestürzt worden war, doch der Terrorlisteneintrag blieb ein Hindernis.
Gleichzeitig hob die Trump-Regierung die Einstufung der islamistischen HTS-Miliz, die al-Scharaa führte und das Assad-Regime mit Verbündeten stürzte, als globale Terrororganisation auf.
Die Türkei, wichtiger Verbündeter der syrischen Übergangsregierung, lobte die Entscheidung und erklärte, sie stärke Syriens Integration in die internationale Gemeinschaft. Syriens Finanzminister Mohammed Barnieh bezeichnete den Schritt als historischen Erfolg der syrischen Diplomatie, der eine wichtige und lang ersehnte Tür zur globalen Wirtschaftsintegration öffne. Das Interesse ausländischer Unternehmen wuchs bereits: Barnieh führte Gespräche mit Vertretern der Bank of America, und Mastercard arbeitet mit der QNB Group sowie der syrischen Zentralbank zusammen, um die Infrastruktur für internationale Kartenzahlungen aufzubauen.
Nach fast 14 Jahren Bürgerkrieg steht Syrien vor einer riesigen Wiederaufbauaufgabe. Die USA führen jetzt nur noch Kuba, Nordkorea und Iran als staatliche Terrorunterstützer.
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