
Die thailändische Prinzessin Bajrakitiyabha Mahidol, älteste Tochter von König Maha Vajiralongkorn und prominente Kämpferin für Strafjustizreformen, ist am Donnerstagabend im Alter von 47 Jahren im King-Chulalongkorn-Gedächtniskrankenhaus in Bangkok gestorben, wo sie seit ihrem Zusammenbruch im Dezember 2022 medizinisch betreut wurde. Das Büro des Königlichen Haushalts gab ihren Tod am Freitag, dem 12. Juni 2026, bekannt.
Die Prinzessin wurde am 15. Dezember 2022 hospitalisiert, nachdem sie beim Hundetraining für eine Armeeausstellung das Bewusstsein verloren hatte. Eine Mykoplasmen-Infektion wurde diagnostiziert. Trotz intensiver Pflege verschlechterte sich ihr Zustand, und seit Ende Mai 2026 überwachten Ärzte eine schwere Infektion, die mehrere Organsysteme betraf.
Am 7. Dezember 1978 geboren, studierte sie Rechtswissenschaften an der Thammasat-Universität und promovierte 2005 an der Cornell Law School. Sie arbeitete als Staatsanwältin und war von 2012 bis 2014 Botschafterin Thailands in Österreich.
Ihr bekanntestes Projekt war die Kamlangjai-Initiative zur Resozialisierung inhaftierter Frauen. 2017 wurde sie zur Goodwill-Botschafterin des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung ernannt. Ihre Arbeit führte zur Verabschiedung der Bangkok-Regeln durch die UN-Generalversammlung.
Eine Gesellschaft kann nicht wachsen, wenn Instabilität und Ungerechtigkeit herrschen. Ohne Rechtsstaatlichkeit ist immer Chaos. — Prinzessin Bajrakitiyabha, 2013.
König Maha Vajiralongkorn hat höchste staatliche Begräbnisfeierlichkeiten im Phiman-Rattaya-Thronsaal des Großen Palastes in Bangkok angeordnet. Mit dem Tod der Prinzessin entbrennt erneut die Diskussion über die Thronfolge in Thailand.
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