Der britische Verteidigungsminister John Healey ist am Donnerstag zurückgetreten. In seinem Rücktrittsschreiben warf er Premierminister Keir Starmers Regierung vor, nicht bereit zu sein, die Streitkräfte des Landes angesichts wachsender Sicherheitsbedrohungen – insbesondere durch Russland – ausreichend zu finanzieren.
In seinem Brief an Starmer schrieb Healey, der ihm vorgelegte Verteidigungsinvestitionsplan "falle weit hinter dem zurück, was in dieser gefährlichen Zeit benötigt wird". Sowohl die Unfähigkeit der Regierung als auch die Unwilligkeit des Finanzministeriums, die notwendigen Mittel bereitzustellen, hätten ihm keine andere Wahl gelassen.
NATO-Partner haben sich verpflichtet, die Verteidigungsausgaben bis 2035 auf 3,5 Prozent des BIP zu steigern. Healey verwies auf britische Geheimdiensteinschätzungen, wonach Russland bereits 2030 bereit sein könnte, NATO-Mitglieder anzugreifen.
Das Vereinigte Königreich leitet gemeinsam mit Verbündeten eine Meerengen-Mission am Hormuz-Straße und führt die NATO-Operation Arctic Sentry an – Verpflichtungen, die laut Healey mit einem unterfinanzierten Militär nicht erfüllbar sind.
Dan Jarvis wurde zum neuen Staatssekretär für Verteidigung ernannt. Oppositionsführerin Kemi Badenoch bezeichnete die Situation als "schockierend". Starmers Regierung steht angesichts des Rücktritts und schwacher Kommunalwahlergebnisse unter erheblichem Druck.
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