
Großbritannien hat während der Covid-19-Pandemie fast 10 Milliarden Pfund für Schutzausrüstungen verschwendet, die entweder fehlerhaft, ungeeignet oder nie benutzt wurden, so der jüngste Bericht der offiziellen staatlichen Untersuchung.
Der fünfte Bericht der unter Baroness Heather Hallett geführten Untersuchung stellte fest, dass unzureichende Lagervorräte, chaotische Beschaffung und mangelhafte Ausrüstung zur Verschwendung beigetragen haben. In einigen Fällen wurde die Prüfungszeit auf nur vier Stunden verkürzt. Die Untersuchung schätzt, dass etwa 256 Millionen Pfund durch betrügerische Verträge verloren gingen.
Besonders umstritten ist der sogenannte VIP-Kanal, ein beschleunigtes Beschaffungsverfahren, das Angebote von Unternehmen mit politischen Verbindungen bevorzugte. Die Untersuchung bezeichnete diesen Kanal als fehlgeleitet und ungerecht. Über ihn vergebene Verträge waren teurer und hatten mehr Leistungsprobleme als normal vergebene.
Beschäftigte im Gesundheitswesen waren gezwungen, mit unpassenden Masken, ungeeigneten Kitteln und Handschuhen zu arbeiten, die nicht den erforderlichen Standards entsprachen, und damit auf dem Höhepunkt der Pandemie lebensbedrohlichen Risiken ausgesetzt.
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