Das US-Militär hat seinen Truppenabzug aus Estland weitgehend abgeschlossen und nur ein kleines Wartungskontingent zurückgelassen. Der Rückzug ist Teil einer umfassenderen Pentagon-Entscheidung, routinemäßige Rotationen nach Europa auszusetzen.
Gemäß einem bilateralen Vertrag mit Tallinn sind die USA verpflichtet, zwischen 500 und 700 Soldaten in Estland zu stationieren. Die aktuelle Präsenz liegt weit unter diesem Schwellenwert. Britische und französische Truppen setzen ihre Rotationen normal fort. Der Pentagon-Review soll in etwa sechs Monaten abgeschlossen sein.
Der teilweise Abzug hat in Estland, Lettland und Litauen erhebliche Bedenken ausgelöst. Analysten warnen, dass selbst eine vorübergehende Truppenlücke eine unverhältnismäßige Signalwirkung haben kann, die möglicherweise russische Risikobereitschaft entlang der NATO-Ostgrenzen fördert.
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