US-Saudi-Nuklearabkommen weckt Verbreitungsbedenken: Urananreicherung bleibt offen
Das historische Abkommen zur zivilen Kernenergie-Zusammenarbeit zwischen den USA und Saudi-Arabien hat unter Nichtverbreitungsexperten ernste Bedenken ausgeloest.
Was das Abkommen beinhaltet und was nicht
US-Beamten zufolge erzielte Saudi-Arabien zwei wichtige Zugestaendnisse: Das Abkommen untersagt keine Urananreicherung (eine Machbarkeitsstudie laeuft zwei Jahre) und Riad lehnte das Zusatzprotokoll der IAEO ab. Trump verwirte die Lage, als er in sozialen Medien schrieb, der Deal haenge von Riads Beitritt zu den Abraham-Abkommen ab — eine Bedingung, die nicht im unterzeichneten Vertrag steht.
Expertenwarnung
Frueherer US-Botschafter bei der IAEO, Brill, nannte Riads Widerstand gegen erweiterte Inspektionen ein Warnsignal. Henderson deutet Riads Abneigung gegen das Zusatzprotokoll als Hinweis, dass sie etwas zu verbergen haben.
Regierungsverteidigung und Kongressreaktion
Aussenminister Rubio bestand auf Sicherheitsmassnahmen gegen Waffenprogramme. Abgeordnete beider Parteien fordern seit Langem einen Goldstandard mit vollstaendigem Verzicht auf Anreicherung.
