
Die Opferzahl beim doppelten Erdbeben in Venezuela ist auf mindestens 1.450 gestiegen. Die Beben der Staerken 7,2 und 7,5 trafen am 24. Juni die Kueste von La Guaira. Nationalversammlungspraesident Jorge Rodriguez meldete 3.150 Verletzte und fast 50.000 Vermisste.
Trotz des abgelaufenen 72-Stunden-Fensters gelangen neue Rettungen: Kolumbianische und mexikanische Teams bargen je einen 11-jaehrigen Jungen. Die bewegendste Rettung war die einer 60-jaehrigen Frau in Carabayida — 86 Stunden nach dem ersten Beben. El Salvadors Praesident Nayib Bukele berichtete, seine Retter arbeiteten die ganze Nacht. Ihr Zustand bleibt "delikat".
774 Gebaeude sind eingestuerzt, 12.721 Menschen obdachlos. 30.000 venezolanische und 2.700 auslaendische Experten suchen nach Ueberlebenden. Interimsraesidentin Delcy Rodriguez erklaerte, die Operationen werden nicht eingestellt. La Guaira bleibt abgesperrt.
Die USA versprachen 150 Millionen Dollar und schickten Rettungsteams. Die EU stellte fuenf Millionen Euro bereit. Der Strom wurde zu 75 Prozent wiederhergestellt, Schulen bleiben eine weitere Woche geschlossen.
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