🗞🔖👤
Bauhaus building in Dessau, Germany

"Bauhaus-Manifest 2026" bündelt Kultur, Kirche und Handwerk für Kunstfreiheit

📅 Aug 20, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Ein breites Bündnis aus Kultur, Kirchen, Design und Handwerk in Deutschland hat das "Bauhaus-Manifest 2026" vorgestellt — ein öffentliches Bekenntnis zur Kunstfreiheit, wenige Wochen vor der entscheidenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, berichtet Deutsche Welle.

Initiator ist Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. "Gemeinsam machen wir deutlich, dass wir das Bauhaus und seine Prinzipien stärken und gegen jede Art von demokratiefeindlichen Angriffen verteidigen wollen", sagte der parteilose Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Ein kulturpolitisches Bekenntnis

Die Unterzeichner beschreiben den Text als kultur- und gesellschaftspolitisches Bekenntnis zu den Werten, die die historische Bauhaus-Schule (1919-1933) bis heute zu einer weltweit prägenden Ikone machten: Freiheit des künstlerischen Denkens, Offenheit für neue Ideen, Verbindung der Disziplinen und die Überzeugung, dass kulturelle Innovation die Demokratie stärkt.

Weimer erklärte, das Bauhaus zeige, "welche innovative Kraft entsteht, wenn Kunst, Handwerk, Design und Technologie zusammenwirken. Es steht für Kreativität und Austausch, Mut und Offenheit für neue Ideen."

Wer unterzeichnet

Zu den Unterzeichnern zählen der Deutsche Kulturrat, die deutsche UNESCO-Kommission, die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Museumsbund, die Akademie der Künste, der Zentralverband des Deutschen Handwerks und das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste.

Gegründet wurde das Bauhaus 1919 in Weimar von Architekt Walter Gropius, später zog es nach Dessau und Berlin, wo es 1933 unter dem Druck der Nationalsozialisten schließen musste. Die Bauhausstätten in Weimar, Dessau und Bernau sind seit 1996 UNESCO-Welterbe.

Diskussion 0

Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Datenschutzrichtlinie