🗞🔖👤

Dangote baut Afrikas zweitgrößte Ölraffinerie auf kenianischer Insel

📅 Aug 5, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Der nigerianische Milliardär Aliko Dangote hat den Standort seiner nächsten Ölraffinerie bestätigt: die kenianische Insel Lamu. Die geplante Anlage soll eine Kapazität von 700.000 Barrel pro Tag haben — genug, um sie zur zweitgrößten Afrikas zu machen — und könnte die Energieversorgung Ostafrikas grundlegend verändern.

Dimension und Finanzierung

Dangote Industries Limited hat noch keine endgültige Kostenschätzung veröffentlicht; Bloomberg berichtet jedoch von bis zu 17 Milliarden Dollar, was das Projekt zu einem der größten privat finanzierten Infrastrukturprojekte in der Geschichte Afrikas machen würde. Die Finanzierung soll über einbehaltene Gewinne und einen geplanten Börsengang von Dangote Petroleum Refinery erfolgen.

  • Geplante Kapazität: 700.000 Barrel/Tag
  • Würde zur zweitgrößten Raffinerie Afrikas
  • Geschätzte Kosten: bis zu 17 Milliarden Dollar
  • Bauzeit: 3-5 Jahre
  • Geotechnische Untersuchungen und Planungen laufen bereits

Wirtschaftliche und politische Dimensionen

Kenias Präsident Ruto hat sich mehrfach mit Dangote getroffen; Analysten sehen das Projekt als politisch bedeutsam für Rutos Wiederwahlkampagne 2026. Die Küstenregion gilt als wichtige Swing-Region.

«Es ist wunderbar zu sehen, dass auf dem Kontinent afrikanisch geführte und zukunftsweisende Investitionen getätigt werden.» — Oge Onubogu, CSIS

Umweltbedenken und Fossil-Energie-Debatte

Der geplante Standort liegt nahe der Lamu Old Town, einem UNESCO-Welterbe. Umweltschützer warnen vor Schäden an Meeresökosystemen. Kritiker fragen auch, ob eine großindustrielle Ölraffinerie mit Kenias Energiewende vereinbar ist — über 90 % des Stroms stammen bereits aus erneuerbaren Quellen.

Quelle: DW
Diskussion 0

Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Datenschutzrichtlinie