Ebola im Kongo: Wie die Schulbildung unter der Epidemie leidet
📅 Sep 4, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare
Der Osten der Demokratischen Republik Kongo steckt in einer doppelten Krise: Das neue Schuljahr begann am 1. September inmitten des anhaltenden Ebola-Ausbruchs, der mehr als 3.000 Menschen das Leben gekostet und über 6.250 infiziert hat.
Familien, die ohnehin unter der Epidemie leiden, stehen mit dem Schuljahresbeginn vor zusätzlichen Hürden. Viele Eltern können sich selbst grundlegende Schulmaterialien nicht leisten. Für Haushalte, die Familienangehörige verloren haben, sind die Ausgaben unüberwindbar geworden.
Die Regierung hat Fernunterricht per Radio eingeführt, um zu verhindern, dass Kinder noch weiter zurückfallen. Lehrerinnen und Lehrer sowie Bildungsexperten sind jedoch tief skeptisch. Viele Familien haben keine Radios oder keinen zuverlässigen Strom. Manche Eltern sind Analphabeten. Der Empfang ist lückenhaft.
Médecins Sans Frontières warnt, dass Ebolas Auswirkungen auf Kinder weit über die Gesundheitskrise hinausgehen. Es droht, dass eine ganze Generation dauerhaft zurückbleibt.