Ein neuer UNICEF-Bericht zeigt, dass digitaler sexueller Missbrauch gegen Kinder und Jugendliche ein Massenphänomen geworden ist. Eine repräsentative Erhebung in 21 Ländern ergab: Jeder fünfte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren hat im vergangenen Jahr mindestens einen digitalen sexuellen Übergriff erlebt.
Das Klischee des fremden Täters trifft nur in 16 Prozent der Fälle zu. 57 Prozent der Täter waren ihren Opfern bereits bekannt — als Freunde, Familienmitglieder oder Partner. In 27 Prozent der Fälle konnten die Befragten keine Angaben zur Identität des Täters machen. Übergriffe beschränken sich oft nicht auf den digitalen Raum, sondern setzen sich in der realen Welt fort.
Auf soziale Medien entfallen 60 Prozent der gemeldeten Vorfälle. Der Bericht erscheint zeitgleich mit einem Vergleich in den USA: Meta zahlt rund 14,3 Milliarden Euro an klagende Bundesstaaten und begrenzt die tägliche Nutzungszeit für Jugendliche auf zwei Stunden, mit nächtlicher Sperrung.
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