
Äthiopiens regierende Wohlstandspartei unter Führung von Friedensnobelpreisträger Premierminister Abiy Ahmed sicherte sich am Sonntag mit 438 von 501 Sitzen eine erdrückende Parlamentsmehrheit. Oppositionsführer und internationale Beobachter stellten die Glaubwürdigkeit des Ergebnisses in Frage.
Die Wahlkommission bestätigte die Resultate. Das Parlament soll im Oktober zusammenkommen, um Abiy Ahmed als Premierminister des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas wiederzuwählen.
In Oromia und Amhara blieben 143 Wahllokale wegen anhaltender Kämpfe geschlossen. Die gesamte Tigray-Region wurde erneut von der Teilnahme ausgeschlossen.
Oppositionsführer Merara Gudina bezeichnete die Abstimmung als "Farce" und äußerte ernste Bedenken zur politischen Entwicklung des Landes.
„Das war keine Wahl — es war eine Formalität zur Festigung der Einparteienherrschaft", erklärte Gudina.
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