
Simbabwes regierende ZANU-PF setzte am 18. Juni eine weitreichende Verfassungsänderung durch: Das Unterhaus stimmte mit 216 zu 42 für den Verfassungsänderungsentwurf Nr. 3 — deutlich über der Zweidrittelsschwelle. Das Gesetz verlängert die Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sieben Jahre und sieht vor, direkte Präsidentschaftswahlen ab 2030 durch parlamentarische Wahl zu ersetzen.
Präsident Emmerson Mnangagwa, 83, dessen fünfjährige Amtszeit 2028 geendet hätte, behält nun bis 2030 sein Amt. Kritiker werten dies als effektive Sicherung seiner Herrschaft. Das Parlamentswahlmodell entzieht den Bürgern das direkte Stimmrecht.
Der Entwurf geht nun an den Senat. Ob ein Volksreferendum nötig ist, bleibt rechtlich umstritten.
Oppositionsparteien verurteilten die Abstimmung als "Angriff auf die Demokratie". Die MDC nannte es einen "Verfassungsputsch".
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