
Am Mittwoch, dem 12. August 2026, traten in der EU neue Verpackungsvorschriften in Kraft, die hohe Konzentrationen von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Verpackungen verbieten, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Das Regelwerk heißt PPWR.
PFAS sind äußerst langlebige synthetische Verbindungen, die sich weder in der Umwelt noch im menschlichen Körper abbauen. Wissenschaftler bringen sie mit einem erhöhten Risiko für Krebsarten, Schilddrüsenerkrankungen und Immunstörungen in Verbindung. Sie werden eingesetzt, um Papier- und Kartonverpackungen fett- und wasserabweisend zu machen, und finden sich in Produkten wie Pizzakartons und Fertiggerichtbehältern.
Die neuen Regeln ergänzen die im vergangenen Monat europaweit in Kraft getretenen Beschränkungen für Bisphenol A in Materialien mit Lebensmittelkontakt.
Neue Verpackungsprodukte müssen nun strengere Anforderungen erfüllen. Unternehmen sind nicht verpflichtet, vor dem 12. August bereits vermarktete Waren zurückzurufen. Einige Kleinverkäufer haben den Versand aus Protest ausgesetzt. Branchenverbände kritisieren die Verordnung als zu komplex und schlecht phasiert.
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