
Börsennotierte Unternehmen in Deutschland haben nach einem Bericht der WirtschaftsWoche Erstattungen für zu viel gezahlte US-Zölle von insgesamt mehr als 790 Millionen Euro erhalten. Die Summe ergibt sich aus Finanzberichten und Angaben der Konzerne; die Rückzahlungen erfolgten in den vergangenen Wochen.
Die höchste Einzelerstattung verbuchte der Logistikkonzern DHL. CFO Melanie Kreis bestätigte eine Gesamterstattung von 416 Millionen Euro, die das Unternehmen an betroffene Kunden weitergeben will. Weitere Empfänger: Siemens Healthineers rund 200 Millionen Euro, Sartorius 26 Millionen, Dräger rund 22 Millionen Euro. PUMA meldete Rückflüsse von rund 49 Millionen Euro, Rational von 14 Millionen Euro.
Mitte Februar hatte der Oberste Gerichtshof der USA die von Präsident Trump auf Basis eines Notstandsgesetzes verhängten Zusatzzölle für rechtswidrig erklärt und festgestellt, dass Trump damit seine Befugnisse überschritten habe. Zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026 erstatteten die USA insgesamt rund 81,3 Milliarden Dollar — im Vergleich zu nur 5,3 Milliarden im gleichen Vorjahreszeitraum.
Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Datenschutzrichtlinie