
Ein israelischer Luftangriff auf einen Polizeiposten im Norden Gazas hat am Dienstag mindestens sieben Menschen das Leben gekostet, darunter einen hochrangigen Offizier der von der Hamas geführten Polizei. Das bestätigten Gesundheits- und Polizeibehörden. Der Angriff zielte auf einen Posten im Jabalia-Gebiet, wo sich Zivilisten zur Abgabe von Beschwerden versammelt hatten.
Augenzeugen berichteten Journalisten, dass eine israelische Drohne vier Raketen auf den Posten abgefeuert habe, der sich in der Nähe eines belebten Markts in Jabalia befand. Das palästinensische Innenministerium verurteilte den Angriff als "Massaker" und bestätigte, dass der Leiter des örtlichen Polizeipostens, Oberst Mohammed Marwan Salem, sowie mehrere andere Offiziere ums Leben kamen.
Das israelische Militär bestätigte den Angriff in dem Gebiet mit dem Hinweis, es seien "Terroristen" ins Visier genommen worden. Zur genauen Opferzahl äußerte sich das Militär zunächst nicht.
Der Angriff erfolgt vor dem Hintergrund wachsenden internationalen Drucks auf Israel, seinen Militäreinsatz in Gaza einzustellen. Israelische Streitkräfte setzen trotz diplomatischer Bemühungen und wiederholter Forderungen nach einem dauerhaften Waffenstillstand regelmäßige Angriffe fort.
Die Opferzahlen steigen weiter an. Zivile Infrastruktur — Märkte, Polizeieinrichtungen und Hilfsgüterverteilungspunkte — steht wiederholt unter Beschuss.
Menschenrechtsorganisationen und mehrere Regierungen verurteilten den Angriff umgehend. Die Vereinten Nationen warnten, dass die Zivilbevölkerung in Gaza weiterhin unter schlimmsten Bedingungen leide und militärische Operationen das Leben der Menschen im belagerten Gebiet gefährdeten.
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