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Verdict reading in the Farhad N. murder trial at Munich's Higher Regional Court

Lebenslange Haft für Anschlag mit Auto auf Verdi-Demo in München

📅 Aug 6, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Das Oberlandesgericht München hat Farhad N., einen 25-jährigen Afghanen, zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er im Februar 2025 absichtlich mit einem Auto in einen Verdi-Demonstrationszug in der bayerischen Landeshauptstadt gefahren war und dabei eine Mutter und ihr Kleinkind tötete sowie mehr als 40 Menschen verletzte, einige davon lebensgefährlich.

Urteil und Anklagepunkte

Farhad N. wurde wegen zweifachen Mordes, mehrfachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Entlassung auf Bewährung nach 15 Jahren erheblich erschwert. Das Strafmaß entspricht der Forderung des Generalbundesanwalts. Die Verteidigung hatte 15 Jahre Haft und Unterbringung in der Psychiatrie beantragt.

Tathergang

Die Todesopfer waren eine 37-jährige Mutter — eine in Algerien geborene Ingenieurin bei der Stadt München — und ihre zweijährige Tochter, die sich am Ende des Demonstrationszugs befanden. Farhad N. fuhr an den Polizeifahrzeugen vorbei und beschleunigte dann. Er erfasste Mutter und Kind mit einer Geschwindigkeit von 34 bis 42 km/h. Das Kleinkind wurde mitsamt Kinderwagen in die Luft geschleudert.

Der Angeklagte hinterließ ein Trümmerfeld, stellte der Richter fest.

Hintergrund

Farhad N. kam 2016 als 15-jähriger Flüchtling nach Deutschland. Viele der mehr als 40 Verletzten sind noch immer nicht genesen; einige mussten sich weiteren Operationen unterziehen.

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