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Mecklenburg-Vorpommern vor der Wahl: Stärken und Schwächen der Wirtschaft

📅 Sep 15, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Kaum ist die Sachsen-Anhalt-Wahl verarbeitet, sind die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern an der Reihe. Das Bundesland an der Ostsee mit Deutschlands längster Küstenlinie (2000 Kilometer) hat ein vielschichtigeres Wirtschaftsbild als das Klischee vom strukturschwachen Osten.

Wachstum über dem Bundesdurchschnitt

Staatssekretär Jochen Schulte aus dem Wirtschaftsministerium beziffert das reale Wirtschaftswachstum seit 2020 auf 5,0 Prozent, über dem Bundesdurchschnitt von 4,6 Prozent, und führt damit die ostdeutschen Flächenländer an. Von rund 1,5 Millionen Einwohnern arbeiten knapp 600.000 sozialversicherungspflichtig. Die Arbeitslosigkeit liegt leicht über dem Bundesschnitt, die Löhne unter dem Westniveau.

Riesige Betriebe, wenig Beschäftigte

Die Landwirtschaft prägt das Bild, beschäftigt aber verhältnismäßig wenige Menschen. Grund ist das DDR-Erbe der LPGs: Ein landwirtschaftlicher Betrieb bewirtschaftet hier im Schnitt 280 bis 283 Hektar gegenüber rund 65 Hektar bundesweit.

Schiffbau, Tourismus und Energie

Die Meyer Neptun GmbH baut Flusskreuzfahrtschiffe und Spezialschiffe. In Wismar und Stralsund entstehen durch die Zeitenwende neue Rüstungsstandorte, darunter Thyssenkrupp Marine Systems. Der Tourismus macht die Ostseeküste zum zweitbeliebtesten Urlaubsziel Deutschlands: 150.000 bis 160.000 Arbeitsplätze hängen vom Tourismus ab. Zu den größten Arbeitgebern zählen AIDA Cruises, Nordex SE und die Helios Kliniken. Amtsinhaberin Manuela Schwesig (SPD) geht mit Rückenwind in die Wahl; Umfragen deuten auf ein knappes Rennen hin.

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