Ein katastrophaler Gletscherabbruch am 26. August nahe der Grenze zwischen Nepal und Tibet hat über 1.300 Menschen das Leben gekostet, ganze Dörfer unter Schlammlawinen begraben und Straßen und Brücken in der Gebirgsregion zerstört. Die Himalaja-Katastrophe — ausgelöst durch einen Abbruch am über 7.000 Meter hohen Langtang Lirung — hat Nepals Regierung dazu bewogen, internationale Verantwortung für die Folgen des Klimawandels einzufordern.
Premierminister Balendra Shah erklärte, die Bewältigung der Katastrophe sei «eine globale Verantwortung» und verwies darauf, dass Nepal mit 30 Millionen Einwohnern lediglich 0,1 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verursacht. Außenminister Shisir Khanal bezeichnete die Sturzflut als «Himalaja-Tsunami» und kündigte an, Nepal werde die Frage während der UN-Generalversammlung vom 22. bis 28. September in New York ansprechen.
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