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NHS übersieht 95 % der unter 50-jährigen Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko

📅 Aug 4, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Die aktuellen NHS-Screening-Kriterien für Frauen unter 50 Jahren übersehen bis zu 95 % derjenigen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko, warnen Forscher der Universität Cambridge und des Instituts für Krebsforschung.

Gemäß den bestehenden NICE-Richtlinien erhalten Frauen unter 50 keine routinemäßige Brustuntersuchung, sofern sie keine ausgeprägte familiäre Vorgeschichte haben. Die Leitlinien fokussieren ausschließlich auf erbliche Gene und ignorieren Lebensstilfaktoren und andere Risikoindikatoren.

Neues Risiko-Tool erkennt achtmal mehr Fälle

Die im British Journal of Cancer veröffentlichte Studie nutzte einen Risikorechner namens Boadicea, der Familiengeschichte, Lebensstil, reproduktive Geschichte und Gentestdaten berücksichtigt. Im Vergleich zum aktuellen NHS-Ansatz wurden achtmal mehr Frauen unter 50 identifiziert, die später Brustkrebs entwickelten.

Die Forscher schätzen, dass bei einer umfassenden Risikoabschätzung etwa ein Viertel (26,5 %) der unter 50-Jährigen als überdurchschnittlich gefährdet eingestuft würde — darunter ein Drittel (34,8 %) jener, die innerhalb der nächsten zehn Jahre Brustkrebs entwickeln.

Häufigste Todesursache bei jungen Frauen

Brustkrebs ist die häufigste Todesursache bei Frauen unter 50 im Vereinigten Königreich. Etwa eine von sieben Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran, obwohl nur 5–10 % der Fälle mit vererbten Genen zusammenhängen.

Quelle: BBC News
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