Die Impfquoten bei Kindern in Großbritannien sind in den letzten 15 Jahren stark gesunken: Der Anteil der Fünfjährigen in England, die gegen Polio und Tetanus geimpft sind, fiel von 89 Prozent im Jahr 2014 auf heute 81 Prozent, weit unter der für Herdenimmunität notwendigen Schwelle von 95 Prozent.
Eine BBC-Recherche ergab: Der Haupttreiber ist nicht Impfskepsis oder Social Media, sondern Zugangshürden. Lange Wartezeiten und ungünstige Öffnungszeiten führen dazu, dass Eltern Impftermine verpassen.
Einige NHS-Trusts erproben Impfstellen in Einkaufszentren. In Keighley (West Yorkshire) wird ein leerstehendes Ladenlokal als wöchentliche Drop-in-Klinik genutzt — mit spürbarem Effekt auf die lokale Impfrate.
Ein Labour-Abgeordneter brachte die Impfpflicht ins Spiel — in Frankreich und Deutschland normal, in Großbritannien bislang ein Tabu.
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