
Eine privat betriebene Katamaran-Fähre mit mehr als 267 Passagieren kenterte am Sonntag, dem 30. August, vor der Küste von Nordzypern. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben, 23 werden noch vermisst, während 237 Überlebende aus dem Wasser gerettet wurden, erklärte Nordzyprerns Regierungschef Ünal Üstel.
Das Schiff war in Kyrenia gestartet und fuhr Richtung Taşucu in der türkischen Provinz Mersin. Etwa sechs Kilometer vor der Küste drang Wasser in die Fähre ein. Die Besatzung gab einen Notruf ab, doch bald kenterte das Schiff und sank letztlich auf 514 Meter Tiefe, wie der Verkehrsminister der Region mitteilte.
Fernsehbilder zeigten den umgekippten Rumpf auf dem Wasser; Menschen mit Schwimmwesten klammerten sich daran oder trieben in der Nähe. Mehrere Rettungsboote eilten zum Unglücksort.
Nordzyprische Gesundheitsbehörden versetzten Krankenhäuser in Bereitschaft. Zahlreiche Rettungsboote und ein Hubschrauber wurden zur Bergung weiterer Überlebender eingesetzt. Üstel bestätigte die Rettungszahlen gegenüber dem türkischen Staatssender TRT.
Zypern ist seit 1974 de facto geteilt, nach einem von Griechenlands damaliger Militärjunta unterstützten Putsch und einer anschließenden türkischen Militärintervention. Nordzypern wird international nur von der Türkei anerkannt.
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